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Begriffsklärung

Was ist ein Ghostwriter?

Ghostwriter – Arbeit im Verborgenen Ghostwriter – Arbeit im Verborgenen (Bild: Lasse Kristensen / aboutpixel.de)
Als Ghostwriter werden Personen bezeichnet, die gegen Bezahlung selbstständig im Auftrag und nach den jeweiligen Vorgaben einer anderen Person kleinere und größere Texte erstellen. Das können Aufsätze oder Artikel, Bachelor- oder Masterarbeiten, Gedichte oder Songtexte, Biografien oder andere Bücher sein. Die Nutzungsrechte daran treten sie am Ende an den Auftraggeber ab, der wiederum nach außen hin als der alleinige Verfasser auftritt. Damit sind Ghostwriter mehr als ein „Lektor“ oder „Korrektor“, der „lediglich“ bereits erarbeitete Werke auf Fehler prüft und redigiert.

Die Tätigkeit eines Ghostwriters erfolgt anonym, im Verborgenen. Ihre Urheberschaft an den erstellten Texten halten sie geheim – für die Leser der Texte bleiben sie daher anonym, unsichtbar, ähnlich wie ein Geist. Auf diese Tatsache bezieht sich die Berufsbezeichnung Ghostwriter, die sich inzwischen auch im deutschen Sprachraum durchgesetzt hat. Sie setzt sich aus den beiden englischen Wörter für Geist (=Ghost) und Schreiben (=write) zusammen. Teilweise sind aber auch Begriffe wie Auftragsschreiber, Fremdschreiber, Schreibgeist (bzw. abwertend Schreibknecht) oder Phantomschreiber gebräuchlich. Eine gewisse Sonderform sind die Redenschreiber, die teilweise wie Ghostwriter arbeiten.

Die Berufsangabe „Ghostwriter“ ist übrigens rechtlich nicht geschützt. Es kann sich also jeder als ein solcher bezeichnen und entsprechende Dienste anbieten (siehe hierzu auch: Wie findet man seriöse Ghostwriter?).

Ghostwriting hat Tradition

Die Arbeit von Ghostwritern ist kein neues Phänomen. Schon in der griechischen Antike existierten sogenannte „Logographen“, die sich auf das Verfassen von Gerichtsreden spezialisiert hatten. Im Mittelalter gab es dann sogar die „Promotion in absentia“: Hierbei mussten die Doktoranden für den Erwerb eines Doktortitels nicht mal mehr an der Universität erscheinen. Ihre Dissertation wurden stattdessen gleich von den Professoren selbst verfasst – natürlich gegen eine angemessene Entlohnung.

In der neueren Zeit waren es dann lange vor allem Verlage, aber auch bekannte Persönlichkeiten (wie Politiker, Manager, Musiker, Schauspieler, etc.), die auf den Service von Ghostwritern zurückgriffen. Inzwischen werden ihre Dienste zudem im akademischen Bereich, insbesondere bei studentischen Abschlussarbeiten und auch für Dissertationen, wieder verstärkt nachgefragt. Entsprechende Angebote sind entgegen so mancher Annahme nicht illegal, die ethisch-moralischen Aspekte sorgen jedoch für so manchen Diskussionsstoff.



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